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-Lange hatte ich danach gesucht: das Protokoll dieses definitiv letzten Interview Hal Foster`s mit Arn Saba, einembekannten kanadischen Comicexperten. Mehr zufällig fand ich es im Internet als 24 stg. gedrucktes Protokoll eineKopie aus dem US-Comic Journal Nr.102 von September 1985, in englischer Sprache, 1979 geführt. Anlass warvermutlich Foster`s Tod am 25. Juli1982, es zu diesem Zeitpunkt zu veröffentlichen: 24 Seiten DIN A 4, reich bebil-dert, aber mit sehr vielen Textspalten in kleinster Druckschrift, ein 3-stündiges Gespäch in vollem Wortlaut.Er war lange Jahre der unbestrittene König unter den Comic-Künstler in den USA. Ich lernte - wie vermutlich einegroße Zahl seiner Leser und Bewunderer, sein Werk Prinz Eisenherz, nach Kriegsende 1950 in Deutschland kennenund war fasziniert davon. Name und Künstler waren für einen knapp 11 Jährigen nebensächlich, mich begeisterte dieHandlung in der wöchentliche Page mit dem jungen Prinzen als Hauptdarsteller. Auch 44 Jahre nach seinem Tod wirdsein Werk, jetzt von Nachfolgern, noch immer nahtlos fortgesetzt. Seine phantasievolle Auslegung des Mittelalters umKönig Arthur auf dem Schloß Camelot und die handelnden Personen, ist weiter aktuell. Ein Ende dieser „UnendlichenGeschichte“ in der Ritterwelt von Prinz Eisenherz, ist nicht in Sicht. Mir würde etwas fehlen, wenn es anders käme.Der Herbst 2026 zog herauf und ich machte mich anhand einer kopierten Fassung des Original-Druckes im US- Comic-Journal ans Werk, das englischsprachige Manuskript eines 3-stündigen Gesprächs zu übersetzen. Aus meheren Grün-den, einer davon, den Wortlaut der Fragen und Antworten kennen zu lernen, zwar spät mit Abstand von 56 Jahren, dochinteressant. Bei Recherchen für die Beantwortung von späteren Fragen oder einfach, um Wissenslücken über Betroffenewahrheitsgemäß schließen zu können. Als ich meine Übersetzerarbeit gegen Weihnachten zu Ende gebracht hatte, legteich die Unterlagen zunächst beiseite, lehnte ich mich zurück und versuchte, neue Lust zu tanken,was mir zweifelsohneauch gelang. Denn meine Gedanken liesen sich nicht so einfach abschalten, im Gegenteil, sie kreisten um die vielen,vielen Details, denen ich beim Übersetzen begegnet war. Teilweise in Deutschland längst den Fans bekannt, anderewiederum waren für mich neu, auch interessant. Davon überrascht, das Helen Foster, Hal`s Ehefrau sich zeitweiseengagiert am Gespräch beteiligte, denn es zeigte, wie umfänglich sie seine Arbeiten die Jahre über begleitet hatte. Auchlas ich die rund 35 Seiten des Gesprächs-Protokolls wiederholt durch, um keines der Details zu übersehen. Dabei fielmir auf, dass der Saba`s Gesprächsfaden Sprünge machte, häufig in Themenwechsel abglitt und deshalb dem Über-setzer, mir, bezüglich Chronologie Verständnis-Probleme bereitete. Ich versuchte später beim Übertragen der Überset-zung diesen „Mangel“ auszugleichen, um den Lesern nicht unnötigerweise zu irritieren.Dabei blieben mir die Teile seiner US-Geschichte nicht verborgen, wo alles seinen Anfang nahm. Ich fing an, michauch für die US-verlegerischen Aktivitäten zu interessieren. Erfuhr davon, dass meine frühe Vermutung, dass Foster1971 sich von der Layoutarbeit verabschiedet hatte und Murphy ihn beerbte. Erwarb Bücher und Beiträge aus US-Fach-zeitschriften, um die Hintergründe meiner Lieblinge, unter denen sie ihre Abenteuer erlebten, kennenzulernen. DieseUS-Beiträge waren natürlich in englischer Sprache gedruckt und wurden in Deutschland nur in Auszügen zitiert. MeinWunsch erwachte, mir diese Texte durch Übersetzungen zugänglich zu machen. Das scheiterte zunächst an meinenmangelhaften Schulkenntnissen in dieser Sprache. Viel später boten sich glücklicherweise im Internet-Übersetzungs-maschinen an. Ich übersetzte mir jeden englischen Eisenherz-Text, dem ich habhaft werden konnte. Irgendwann stießich auf die Notiz, dass Harold Foster ein letztes Interview anlässlich seines Ausscheidens aus dem aktiven Team,gewährt hatte. Das zu übersetzt zu kennen und besitzen wurde Wunsch. Er konnte aber erst 2025, mit Internets Hilfe,erfüllt werden. Eine Kopie des Beitrages traf aus USA bei mir ein. Ich begann 2026 mit meinem Übersetzungs-Mara-thon. Endlich konnte ich meine Neugierde befrieden.Beim wiederholten Studium der Fragen und Antworten zwischen zwei, zeitweise drei Gesprächsteilnehmern (HaroldFoster, Helen Foster,Arn Saba)bemerkte ich, dass Foster, der berühmte in Kanada geborene Künstler – anders als vonmir bis dahin vermutet – ein vielschichtige Persönlichkeit besaß, die ein Historiker nicht unreflektiert lassen durfte. Halwar ein - wie wir das bezeichnen würden – normal neugieriges Kind, das in Halifax, der kanadischen Hafenstadt, alldas sehen und ausprobieren konnte, was er benötigte, um seine Neugierde auf Menschen, Natur und Tiere zu befrieden.Sein Lebensweg, bürgerlich geprägt, Familiengründung und Familienleben hatten bei ihm hohen Stellenwert. Soschätzte er Moral und Fairness, hatte Humor und war hilfsbereit. Sein Faible für Natur war ausgeprägt, sein Wunsch,Neues zu verstehen, groß, seine Lust auf Abenteuer in freier Wildbahn enorm. Sein Fleiß: unendlich belastbar. Mit vierJahren verlor er den leiblichen Vater durch Tod. Sein Stiefvater Cox, der Jahre später die Witwe, Hals Mutter, heiratete,war ein verträumte Naturliebhaber. Und das alles spielte sich um die Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert ab.Der noch kleine Harold, der mit seiner Familie in der kanadischen Hafenstadt Halifax lebte, baute sich eigene kleineFlöose und paddelte durchs Hafenbecken ohne Wissen der Mutter. Kaum älter, ging es mit einem Kanu auf den unbe-kannten kanadischen Flüssen Kanadas auf Entdeckungsreisen. Noch waren seine künstlerischen Talente verborgen, sahman von seinen „Krizeleien“ in der Schule ab. Schule hatte für ihn wenig Stellenwert. Mit 14 Jahren sagte er ihr „AufWiedersehen“.1 +Lange hatte ich danach gesucht: das Protokoll dieses definitiv letzten Interview Hal Foster's mit Arn Saba, einem bekannten kanadischen Comicexperten. Mehr zufällig fand ich es im Internet als 24-seitiges gedrucktes Protokoll eine Kopie aus dem US-Comic Journal Nr.102 von September 1985, in englischer Sprache, 1979 geführt. Anlass war vermutlich Foster's Tod am 25. Juli 1982, es zu diesem Zeitpunkt zu veröffentlichen: 24 Seiten DIN A 4, reich bebildert, aber mit sehr vielen Textspalten in kleinster Druckschrift, ein 3-stündiges Gespräch in vollem Wortlaut. Er war lange Jahre der unbestrittene König unter den Comic-Künstlern in den USA. Ich lernte - wie vermutlich eine große Zahl seiner Leser und Bewunderer, sein Werk Prinz Eisenherz, nach Kriegsende 1950 in Deutschland kennen und war fasziniert davon. Name und Künstler waren für einen knapp 11 Jährigen nebensächlich, mich begeisterte die Handlung in der wöchentliche Page mit dem jungen Prinzen als Hauptdarsteller. Auch 44 Jahre nach seinem Tod wird sein Werk, jetzt von Nachfolgern, noch immer nahtlos fortgesetzt. Seine phantasievolle Auslegung des Mittelalters um König Arthur auf dem Schloss Camelot und die handelnden Personen, ist weiter aktuell. Ein Ende dieser „Unendlichen Geschichte“ in der Ritterwelt von Prinz Eisenherz, ist nicht in Sicht. Mir würde etwas fehlen, wenn es anders käme. Der Herbst 2026 zog herauf und ich machte mich anhand einer kopierten Fassung des Original-Druckes im US- Comic-Journal ans Werk, das englischsprachige Manuskript eines 3-stündigen Gesprächs zu übersetzen. Aus mehreren Grün-den, einer davon, den Wortlaut der Fragen und Antworten kennen zu lernen, zwar spät mit Abstand von 56 Jahren, doch interessant. Bei Recherchen für die Beantwortung von späteren Fragen oder einfach, um Wissenslücken über Betroffene wahrheitsgemäß schließen zu können. Als ich meine Übersetzerarbeit gegen Weihnachten zu Ende gebracht hatte, legte ich die Unterlagen zunächst beiseite, lehnte ich mich zurück und versuchte, neue Lust zu tanken, was mir zweifelsohne auch gelang. Denn meine Gedanken ließen sich nicht so einfach abschalten, im Gegenteil, sie kreisten um die vielen, vielen Details, denen ich beim Übersetzen begegnet war. Teilweise in Deutschland längst den Fans bekannt, andere wiederum waren für mich neu, auch interessant. Davon überrascht, das Helen Foster, Hal's Ehefrau sich zeitweiseengagiert am Gespräch beteiligte, denn es zeigte, wie umfänglich sie seine Arbeiten die Jahre über begleitet hatte. Auch las ich die rund 35 Seiten des Gesprächs-Protokolls wiederholt durch, um keines der Details zu übersehen. Dabei fiel mir auf, dass der Saba's Gesprächsfaden Sprünge machte, häufig in Themenwechsel abglitt und deshalb dem Übersetzer, mir, bezüglich Chronologie Verständnis-Probleme bereitete. Ich versuchte später beim Übertragen der Übersetzung diesen „Mangel“ auszugleichen, um den Lesern nicht unnötigerweise zu irritieren. Dabei blieben mir die Teile seiner US-Geschichte nicht verborgen, wo alles seinen Anfang nahm. Ich fing an, mich auch für die US-verlegerischen Aktivitäten zu interessieren. Erfuhr davon, dass meine frühe Vermutung, dass Foster1971 sich von der Layoutarbeit verabschiedet hatte und Murphy ihn beerbte. Erwarb Bücher und Beiträge aus US-Fachzeitschriften, um die Hintergründe meiner Lieblinge, unter denen sie ihre Abenteuer erlebten, kennenzulernen. Diese US-Beiträge waren natürlich in englischer Sprache gedruckt und wurden in Deutschland nur in Auszügen zitiert. Mein Wunsch erwachte, mir diese Texte durch Übersetzungen zugänglich zu machen. Das scheiterte zunächst an meinen mangelhaften Schulkenntnissen in dieser Sprache. Viel später boten sich glücklicherweise im Internet-Übersetzungsmaschinen an. Ich übersetzte mir jeden englischen Eisenherz-Text, dem ich habhaft werden konnte. Irgendwann stieß ich auf die Notiz, dass Harold Foster ein letztes Interview anlässlich seines Ausscheidens aus dem aktiven Team gewährt hatte. Das übersetzt zu kennen und zu besitzen wurde Wunsch. Er konnte aber erst 2025, mit Internets Hilfe, erfüllt werden. Eine Kopie des Beitrages traf aus USA bei mir ein. Ich begann 2026 mit meinem Übersetzungs-Marathon. Endlich konnte ich meine Neugierde befriedigen. Beim wiederholten Studium der Fragen und Antworten zwischen zwei, zeitweise drei Gesprächsteilnehmern (Harold Foster, Helen Foster, Arn Saba)bemerkte ich, dass Foster, der berühmte in Kanada geborene Künstler – anders als von mir bis dahin vermutet – ein vielschichtige Persönlichkeit besaß, die ein Historiker nicht unreflektiert lassen durfte. Hal war ein - wie wir das bezeichnen würden – normal neugieriges Kind, das in Halifax, der kanadischen Hafenstadt, all das sehen und ausprobieren konnte, was er benötigte, um seine Neugierde auf Menschen, Natur und Tiere zu befriedigen. Sein Lebensweg, bürgerlich geprägt, Familiengründung und Familienleben hatten bei ihm hohen Stellenwert. So schätzte er Moral und Fairness, hatte Humor und war hilfsbereit. Sein Faible für Natur war ausgeprägt, sein Wunsch, Neues zu verstehen, groß, seine Lust auf Abenteuer in freier Wildbahn enorm. Sein Fleiß: unendlich belastbar. Mit vier Jahren verlor er den leiblichen Vater durch Tod. Sein Stiefvater Cox, der Jahre später die Witwe, Hals Mutter, heiratete, war ein verträumte Naturliebhaber. Und das alles spielte sich um die Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert ab. Der noch kleine Harold, der mit seiner Familie in der kanadischen Hafenstadt Halifax lebte, baute sich eigene kleine Flösse und paddelte durchs Hafenbecken ohne Wissen der Mutter. Kaum älter, ging es mit einem Kanu auf den unbekannten kanadischen Flüssen Kanadas auf Entdeckungsreisen. Noch waren seine künstlerischen Talente verborgen, sah man von seinen „Kritzeleien“ in der Schule ab. Schule hatte für ihn wenig Stellenwert. Mit 14 Jahren sagte er ihr „Auf Wiedersehen“. 
-Das setzte sich auch fort, als er (seine zukünftige Ehefrau) Helene Wells (bei einem Tanzvergnügen) kennen lernteund heiratete. Mit ihr zusammen, war er weiter in Wildwassern wochenweise unterwegs, sorgte bei den nächtli-chen Zeltquartieren dafür, dass sich das Paar zukünftig als Eltern auf zwei Söhne einzustellen hatte. Harold über-zeugte Helen von seinen Outside-Abenteuern und fand in ihr die ideale Ergänzung zu sich, denn sie folgte ihmbei dieser Leidenschaft in die freie Natur, alleine sein mit Tieren, Flüssen und Seen.Die Monotonie eines 3-Stunden Gesprächs lockerte Arn Saba mit Fragen zu Nebenschaupätzen auf weil er Foster`saufkommende Ermüdung umgehen will und ihn zu weiteren Antworten zu veranlassen. So gesteht Foster ihm, dasHafenbecken von Halifax häufig auf selbstgebauten kleinen Flößen durchquert zu haben. Für ein 4 jähriges Kindeine riskante Aktion. Seine Mutter, die von den Hügeln ihres Hauses auch das Hafenbecken sehen konnte, entdecktebestürzt das Kind im Wasser, ohne es jedoch als das ihrige zu identifizieren. Selbst Hal`s nasse Hose macht sie nichtstutzig. Hal fühlte sich als Kapitän und ordnete die Gezeiten falsch ein, was ihm Probleme bei Wiederauffindenseines Floßes am Tag darauf bescherte. Mit 14 verlässt er die Schule, mit 17 findet er einen Job als Bürohilfsarbeiter,um mit dem verdienten Geld die Kasse der Familie aufzubessern. Der Stiefvater hat sich mit Importen von Zwiebelnaus Jameika verspekuliert. Den Arbeitsplatz setzte er mit einer Aktion aufs Spiel, als er eine Woche lang ohne Erlaub-nis des Arbeitgebers dem Büro fern blieb, um auf Entenjagd zu gehen. Seine Begründung danach: „Fleisch für mehereMonate der häuslichen Küche“. Sein Arbeitgeber schüttelt den Kopf und wirft in aus der Firma.Was sein Talent des Zeichnens betraf, entschloss er sich, sich nun richtig dafür ausbilden zu lassen. Das war aber nurim fernen Chikago in USA möglich war. Es bedeutete 1000 Meilen Reise. Mit einem Freund und Fahrrädern startetensie und kamen tatsächlich nach geraumer Zeit dort auch an. Ahnungslos saßen sie sofort Betrügern auf und Haroldmußte Helen Zuhause bitten, sofort ihre Notkasse per telegrafischer Anweisung zu schicken. Und das ausgerechnet anihrem Hochzeitstag! In Chikago erst einmal heimisch, fand Foster schnell zu einem Arbeitsplatz als Illustrator undkonnte so das dringend von der Familie benötigte Monatsgeld nach Halifax überweisen.Die Abendstunden nutzte er zur Weiterbildung an zwei Akademien., erlernte das Handwerkzeug der Illustration,welches auch ein bildender Künstler damals schon benötigte. Inzwischen war das Ende der 20-er Jahre gekommen.Mit deren Ende brach die Weltwirtschaftskrise aus. Um Hal herum wurden Künstler in den Werbestudios ent-lassen. Hal blieb mit vier seiner Kollegen zurück. Als schüttete Fortuna ihre Füllhorn über ihm aus: Hal hatteaufgrund seiner inzwischen viel beachteten Zeichnungen Kontakt zum Schriftsteller Edgar Rice Burrough bekom-men, der ihm die Aufgabe übertrug, seinen Roman mit c. 300 Motiven zu illustrieren. Der Erfolg erwies sich alsGlücksfall, denn er wurde dadurch ausersehen, die Comicserie TARZAN bei den Affen zu übernehmen, nicht nur dieWerktags- sondern auch die mehrfarbige Sonntagspage. Mit seinem Honorar konnte Harold dann nicht nur sichund seine Familie, sondern auch die seine vier Kollegen duch die Krise bringen. Sie hatten zwar keine Arbeit mehr,aber immer genug zu essen, weil Harold alles verdiente Geld mit ihnen teilte.Die Comicserie TARZAN lief weiter,denn lt.Foster verdiente er damit das Geld, von dem sie alle lebten.Die zeichnerischen Qualitäten, und das in einem Comic, brachte ihn nach Ende der Weltwirtschaftskrise, die auchnachhaltige Wirkung in dieser Branche zeigte, mit dem Zeitungs-Magnat William Randolph Hearst in Kontakt,der ihn unter allen Umständen aufgrund seiner Qualitäten als Erzähler und als Zeichner engagieren wollte. Nachlangem Ringen, wurde zwischen Beiden eine partnerschaftliche Lösung gefunden: Foster erhielt den Auftrag, eineeigene Comicserie zu entwickeln und behielt in vollem Umfang seine Rechte daran. Es war die Geburtsstunde vonPrinz Eisenherz, der am 13.Februar 1937 mit der ersten Page startete.Foster war und blieb trotz diesem Erfolg bescheiden und normal. Nichts von dem Gehabe erfolgreicher Künstlerwar ihn eigen. Er kannte seine Stärken und wusste um die große Beachtung, die seine Sunday-Pages begleiteten.Im Großformat – damals 1937 noch das gängige Comicformat von 14x20 Zoll in den Sonntagsausgaben der Tages-zeitungen trafen sowohl seine Geschichten, seine Helden und seine gelungenen realistischen Bildumsetzungen denGeschmack eines amerikanischen Millionenpublikums. King Features, sein Vertragspartner, kam mit dem Verkaufder Abdruck-Rechte kaum der Nachfrage hinterher.Der Interviewer, Arn Saba, heute eine kanadische Transfrau mit Namen Katharina Collins, wich während des laufen-den Interviews, wie schon erwähnt, mehrmals auf angrenzende Themen bei Fragen ab, um Hal Foster, zu diesemZeitpunkt gesundheitlich angeschlagen, durch diese Ablenkungen zu veranlassen, weitere Erinnerungen preis zugeben. So verwundert die folgende Frage nicht:“ Hast du jemals darüber nachgedacht, dich von der Illustration abzu-wenden und zu der Bildenden Kunst in eine Galerie zu wechseln?2 + 
-Auf diese Frage antwortete Foster nicht, was man sich verschieden erklären kann. Vermutlich hat ersich bestimmt damit auseinander gesetzt, wollte aber kein Statement abgeben. Saba setzte nach:“ Siehstdu denn einen Unterschied zwischen deiner Kunst der Illustration und der Galeriekunst?“ Und gibt eseinen Unterschied bei deren Vermarktung?“ Foster Antwort ist interessant: “Galeriekunst ist sehr auf-wendig, die ich mir nicht leisten konnte. Jede Woche eine Page anzufertigen und dann der Galerie zumVerkauf anzubieten? Das hätte für mich Zeit und Arbeit bedeutet, die ich dafür einfach nicht hatte.“ Sabasetzte nach:“ Ich denke, die Ziele der Illustration sind einfach andere, deshalb ist es unfair, diese beidenMöglichkeiten miteinander zu vergleichen. Dazu kommt, dass die Verlage alle nach billigeren Verfahrens-wegen suchen. Illustratoren der altern Schule sind zu teuer geworden. Mit neuen Reproduktionsverfahrenwird versucht, künstlerisches Können zu ersetzen. Doch kein Vergleich mit dem Kunst alter Graveure.Später im Interview bezieht er in seine Kritik am den heutigen Strips auch noch die inzwischen von denZeitungen vorgenommene Format-Reduzierung mit ein, die maßgeblich die Bildqualitäten einschränkten.Das Interview wendet sich nach diesen speziellen Themen wieder der früheren Kreativ-Arbeit Fosters(bis zur Übergabe der Layoutarbeit an Murphy) zu. 44 Jahre lang hatte Harold Foster Sonntag für Sonntagseine Page den Lesern geliefert, die weltweit in über 300 Tageszeitungen darauf warteten. Dieser ganzeStrip pulsierte über die Jahre voller Lebendigkeit im Freien. Die vielfältigen Schauplätze wirkten stetsdetailgetreu und realistisch. Denn jede Region hatte bei ihm ihre eigene Geografie, eigene Gebäude undBäume. Der Comic startete ursprünglich als Ritter- und Teufelsepos, doch Fosters Liebe zur Authentitätüberwältigte ihn immer wieder. Seine Figuren begannen, ihn in ihren Bann zu ziehen, sie wurden für ihnreal. Blühende Phantasien hatten darin aber keinen Platz mehr. (Die kehrten erst Jahre später unter demzweiten Foster-Nachfolger Garry Gianni zurück.)Die ersten Comic-Jahre sind erfüllt von überschäumender Lebensfreude des jungen Prinzen. Aber Fosterstellt auch Missgeschick und Würde der Jugend in seiner Arbeit vor. Eisenherz erlebt viele Abenteuer inaller Welt, eines reiht sich an das Nächste. Sein Ziel bleibt, sich mit Königin Aleta von den Nebelinselnzu vereinen, die er aber unter sehr unglücklichen Umständen kennen lernt. Als er mit einer Schiffsbesatz-ung in Seenot an einer ihrer Inseln anlandet, werden seine Leute von den Inselbewohnern getötet. Er istgeschockt, glaubt, all das Unheil kommt von dieser Königin, einer Zauberin. Deshalb entführt er sie ausihrem Thronsaal mit Heiratskandidaten bestückt und beabsichtigt, sie bei Reisen in andere Länder alsHexe fremden Menschen vorzuführen. Doch seine Abneigung schlägt bald in Liebe um, die jungen Leuteerklären sich gegenseitig, und letztlich, nach langem Zögern, heiraten beide fern ihrer jeweiligen Heimat,von einem Mönch in einem Waldstück ganz romantisch getraut. Man schreibt den 2.Oktober 1946, derComic Prinz Eisenherz erreicht seinen endgültigen Stand als bester Abenteuercomic in USA.Trotz Hal Foster`s Liberalität und Abneigung von Gewalt verzichtet er in den Geschichtsabschnitten nichtauf Blutvergießen und Tod. Dabei bleibt Fosters Ehrencodex stets präsent. Recht und Unrecht und eine alt-modische Moral sind häufig in dem Handlungsablauf bei ihm anzutreffen. Ein besonders heikles Thema istfür ihn beim Ansprechen von Arn Saba die Judenfrage, der er im Folgenden großen Platz eingeräumt. ImComic Anlass der Auftritt eine Geldverleihers ohne Moral. Hier haben sich jüdische US-Verbände offen-sichtlich mit Kritik an ihn gewandt, weil er in der Handlung nicht zu Vorurteile gegenüber Juden Stellungbezogen hatte Und dies bereits zum zweiten Mal in seinem Comic. Foster gesteht seinem Gesprächspartner,dass er bereit ist, die Kritik anzunehmen und kritisiert sich selbst wegen seines (misslungenen) Versuchs zunachdrücklicher Neutralität.Die Darstellung von Menschen, die er in seine Geschichten einband, und die es im realen Leben wirklichgibt, die er aber mit keinem Sterbenswörtchen über ihr Zweitleben im Prinz-Eisenherz-Comic informierte,war eine der weniger bekannten Eigenwilligkeiten Fosters. Einem Recht am eigenen Körper konnte oderwollte sich Foster nicht beugen. Im Interview erzählt Helen Foster von einem Besuch in Frankreich, densie mit ihm vor Jahren vollzog. In einem Restaurant trafen sie auf einen Menschen, dessen Eigenwillig-keit an seinem Gesicht ablesbar war. Foster deutete dies als Geschichte und skizzierte heimlich den Fran-zosen. Auch der landete, wie viele andere, im Repertoir der Eisenherz-Abenteuer.Arn Saba sprach u. A. Den Wert von Fosters Originalen an, die auf dem Markt für seine Kunst bezahltwürden. Dazu muss man wissen, dass er im Verschenken seiner Kunst all die Jahre sehr großzügig warund wenig davon zurückhielt. Angesprochen auf den teilweise illegalen Handel mit seinen Originalen zeigtesich dann , das Foster weder die inzwischen geforderten Preise kannte, noch deren Entwicklung verfolgte.3 +Das setzte sich auch fort, als er (seine zukünftige Ehefrau) Helene Wells (bei einem Tanzvergnügen) kennen lernte und heiratete. Mit ihr zusammen, war er weiter in Wildwassern wochenweise unterwegs, sorgte bei den nächtlichen Zeltquartieren dafür, dass sich das Paar zukünftig als Eltern auf zwei Söhne einzustellen hatte. Harold überzeugte Helen von seinen Outside-Abenteuern und fand in ihr die ideale Ergänzung zu sich, denn sie folgte ihm bei dieser Leidenschaft in die freie Natur, alleine sein mit Tieren, Flüssen und Seen. Die Monotonie eines 3-Stunden Gesprächs lockerte Arn Saba mit Fragen zu Nebenschauplätzen auf weil er Foster's aufkommende Ermüdung umgehen will und ihn zu weiteren Antworten zu veranlassen. So gesteht Foster ihm, das Hafenbecken von Halifax häufig auf selbstgebauten kleinen Flößen durchquert zu haben. Für ein 4 jähriges Kind eine riskante Aktion. Seine Mutter, die von den Hügeln ihres Hauses auch das Hafenbecken sehen konnte, entdeckte bestürzt das Kind im Wasser, ohne es jedoch als das ihrige zu identifizieren. Selbst Hal's nasse Hose macht sie nicht stutzig. Hal fühlte sich als Kapitän und ordnete die Gezeiten falsch ein, was ihm Probleme bei Wiederauffinden seines Floßes am Tag darauf bescherte. Mit 14 verlässt er die Schule, mit 17 findet er einen Job als Bürohilfsarbeiter, um mit dem verdienten Geld die Kasse der Familie aufzubessern. Der Stiefvater hat sich mit Importen von Zwiebeln aus Jamaika verspekuliert. Den Arbeitsplatz setzte er mit einer Aktion aufs Spiel, als er eine Woche lang ohne Erlaubnis des Arbeitgebers dem Büro fern blieb, um auf Entenjagd zu gehen. Seine Begründung danach: „Fleisch für mehrere Monate der häuslichen Küche“. Sein Arbeitgeber schüttelt den Kopf und wirft in aus der Firma. Was sein Talent des Zeichnens betraf, entschloss er sich, sich nun richtig dafür ausbilden zu lassen. Das war aber nur im fernen Chicago in USA möglich war. Es bedeutete 1000 Meilen Reise. Mit einem Freund und Fahrrädern starteten sie und kamen tatsächlich nach geraumer Zeit dort auch an. Ahnungslos saßen sie sofort Betrügern auf und Harold mußte Helen Zuhause bitten, sofort ihre Notkasse per telegrafischer Anweisung zu schicken. Und das ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag! In Chicago erst einmal heimisch, fand Foster schnell zu einem Arbeitsplatz als Illustrator und konnte so das dringend von der Familie benötigte Monatsgeld nach Halifax überweisen. Die Abendstunden nutzte er zur Weiterbildung an zwei Akademien., erlernte das Handwerkzeug der Illustration, welches auch ein bildender Künstler damals schon benötigte. Inzwischen war das Ende der 20-er Jahre gekommen. Mit deren Ende brach die Weltwirtschaftskrise aus. Um Hal herum wurden Künstler in den Werbestudios entlassen. Hal blieb mit vier seiner Kollegen zurück. Als schüttete Fortuna ihre Füllhorn über ihm aus: Hal hatte aufgrund seiner inzwischen viel beachteten Zeichnungen Kontakt zum Schriftsteller Edgar Rice Burrough bekommen, der ihm die Aufgabe übertrug, seinen Roman mit c. 300 Motiven zu illustrieren. Der Erfolg erwies sich als Glücksfall, denn er wurde dadurch ausersehen, die Comicserie TARZAN bei den Affen zu übernehmen, nicht nur die Werktags- sondern auch die mehrfarbige Sonntagspage. Mit seinem Honorar konnte Harold dann nicht nur sich und seine Familie, sondern auch die seine vier Kollegen durch die Krise bringen. Sie hatten zwar keine Arbeit mehr, aber immer genug zu essen, weil Harold alles verdiente Geld mit ihnen teilte. Die Comicserie TARZAN lief weiter,denn lt.Foster verdiente er damit das Geld, von dem sie alle lebten.Die zeichnerischen Qualitäten, und das in einem Comic, brachte ihn nach Ende der Weltwirtschaftskrise, die auchnachhaltige Wirkung in dieser Branche zeigte, mit dem Zeitungs-Magnat William Randolph Hearst in Kontakt,der ihn unter allen Umständen aufgrund seiner Qualitäten als Erzähler und als Zeichner engagieren wollte. Nachlangem Ringen, wurde zwischen Beiden eine partnerschaftliche Lösung gefunden: Foster erhielt den Auftrag, eineeigene Comicserie zu entwickeln und behielt in vollem Umfang seine Rechte daran. Es war die Geburtsstunde vonPrinz Eisenherz, der am 13.Februar 1937 mit der ersten Page startete.Foster war und blieb trotz diesem Erfolg bescheiden und normal. Nichts von dem Gehabe erfolgreicher Künstlerwar ihn eigen. Er kannte seine Stärken und wusste um die große Beachtung, die seine Sunday-Pages begleiteten.Im Großformat – damals 1937 noch das gängige Comicformat von 14x20 Zoll in den Sonntagsausgaben der Tages-zeitungen trafen sowohl seine Geschichten, seine Helden und seine gelungenen realistischen Bildumsetzungen denGeschmack eines amerikanischen Millionenpublikums. King Features, sein Vertragspartner, kam mit dem Verkaufder Abdruck-Rechte kaum der Nachfrage hinterher.Der Interviewer, Arn Saba, heute eine kanadische Transfrau mit Namen Katharina Collins, wich während des laufen-den Interviews, wie schon erwähnt, mehrmals auf angrenzende Themen bei Fragen ab, um Hal Foster, zu diesemZeitpunkt gesundheitlich angeschlagen, durch diese Ablenkungen zu veranlassen, weitere Erinnerungen preis zugeben. So verwundert die folgende Frage nicht:“ Hast du jemals darüber nachgedacht, dich von der Illustration abzu-wenden und zu der Bildenden Kunst in eine Galerie zu wechseln? 
-Als nach seinem Tod 1982 seine Unterlagen aufgelöst und archiviert wurden, hatte er gerade noch 3 Blattseiner Originale im Besitz.Einem Hobby Fosters wird in großer Länge und Ausführlichkeit Platz im Interview eingeräumt. Es geht umseine Liebe zur Jagd und seine Verbundenheit in der freien Natur mit ihren Tierwelt. Sein berühmt gewordenesZitat dazu lautete:“ Schieße niemals auf einen sitzenden Vogel, fange niemals mehr Fisch, als du essen kannstund trinke niemals mehr Alkohol, als ein Gentleman vertragen kann“. Foster hatte sich offensichtlich diesemAnspruch gestellt und auch daran gehalten. Seine großen Leidenschaft in den Kanadischen Wäldern auf Jagd zugehen, kannte man. Seine Sorge dabei galt dem Umgang mit Waffen, an die sich manche „wilden Jäger“nichthielten. Konnte er in seinen jungen Jahren dieses Wissen noch praktizieren, wurden die Regeln mehr und mehrstrenger und zwangen auch ihn, nur noch mit einem Jagdführer in Begleitung (und Kontrolle) unterwegs zu sein.Er referierte häufig kenntnisreich zu diesem Thema und bedauert sehr, dass er (zum Zeitpunkt des Interviews)körperlich nicht mehr fähig sei, die Jagd auszuüben. Großwildjagd lehnte er stets ab aus nachvollziehbarenGründen ab.Gold fasziniert eh und jeh die Menschen. Auch Foster erlag in jungen Jahren der Aussicht auf Erfolg. Zusammenmit Kameraden zog er per Kanu und zu Fuß in den Norden Kanadas los, um an das begehrte Mineral zu kommen.Leider war der Truppe dieser Erfolg nicht vergönnt. Sie kämpften in sumpfigen Gebieten weit heftiger mit der Mü-ckenplage und den Moorgasen, als dass sich auch nur Spuren von Gold für sie fanden. Auf ihrer Abreise nach zweiWochen traten zudem bei einem seiner Freunde Halluzinationen auf, weil die Verhältnisse extrem gegen sie waren.Der Betroffene glaubte ohne Unterlass, im Moor zu versinken. Es blieb aber eine Erfahrung für alle, mehr nicht.Im Jahr 1944 erfüllt sich das Ehepaar Foster einen großen Wunsch und zog in USA auf ein für ihre Bedürfnisseideales Anwesen mit 6 Hektar nach Reddington, Connecticut um. Alles was sie gerne hatten, war vorhanden. Selbstkleinere Jagderlebnisse konnte Hal auf dem weitläufigen Areal realisieren. Es waren dort glückliche Jahre,alles schien optimal zu sein, Foster stand als geistiger Vater des Abenteuercomics auf dem absoluten Höhepunktseines Erfolges. Doch selten fehlt in solchen Situationen neben vieler Sonne auch der Schatten. Und der war nach-haltig. Nach Jahrzehnten der Überbeanspruchung seines Körpers durch die viele Arbeit zeigte sich beim 70 JährigenAbnutzungsfolgen in Form von Artrose. Dazu kamen erste Meinungsverschiedenheiten mit seinem VertragspartnerKing Features. Fosters hatten über 40 Jahre mehr als 5 Manager dort erlebt, wobei jeder Einzelne seine Besonderhei-ten aufwies. Fragen der Wirtschaftlichkeit waren immer mehr dem Populären seiner Arbeit auf den Fersen. Die ein-stige Vertrauensbasis zwischen dem Zeitungspapst Hearst und Foster war dem sachlichen Business gewichen.Manger und Foster mussten ihre Zwangsehe Prinz Eisenherz kostengünstigst steuern, Freundschaft wie in den Jahrendes Erfolgs, verschwanden und wurden geschäftlichen Bedürfnissen angepasst. Das zu verkraften machte dem altern-den Foster offensichtlich Probleme, wirkte auf seine Stimmung ein. Die Arthrose überzog Hände und Füße undstanden seiner Pflicht, jede Woche eine neue Page abzuliefern, im Wege. Letzlich machte sich bei ihm Einsicht breit,dass er Hilfe benötigte.Diese „Hilfe“ mündete in die Suche nach einem geeigneten Nachfolger, was keinesfalls einfach war. Infrage würdendafür bei der Bekanntheit des Comics nur andere gute Comic-Künstler kommen. Es wurden diverse Namen im Kreisder Familie genannt: Gray Morrow, zunächst Hal`s Favorit. Auch Wally Wood. Rus Manning und natürlich John CullenMurphy. King Features signalisierte, dass sie über keinen eigenen Kandidaten verfügten. Hal könne niemanden erset-zen. So kam es zu drei Probearbeiten von Wally Wood, Gary Morrow John Cullen Murphy Die Pages wurden vonFoster vorbereitet und von den Künstlern ausgeführt. Doch Hürden der unterschiedlichsten Art tauchten bei Beurteilungder Probearbeiten auf. So gaben nicht nur künstlerische Argumente schließlich den Ausschlag.Foster entschied sich zögernd, die Arbeit mit John Cullen Murphy zu teilen. Er deckte den schreibenden und denEntwurfspart ab, Murphy übertrug Fosters Vorgaben in das Layout. Das war der Stand 1971. Die neue Zusammenarbeitwährte an die 10 Jahre, bis auch sie Foster überforderte. Murphy wurde 1980 der 100 % Nachfolger von Foster, dieTextarbeiten übernahm sein Sohn, der beruflich als Historiker Zugang zu der mittelalterlichen Welt, in der FosterEisenherz angesiedelt und wirken hatte lassen. Am 10.Februar 1980 erschien die letzte von Foster noch ausschließlicherdachte und gezeichnete Page. Für Foster ein schmerzlicher Abschied, denn nun war er mit seinen persönlichenProblemen alleine und konnte sich nicht mehr durch die Arbeit davon ablenken lassen. Arn Saba schildert in demseinem Interview beigefügten Stimmungsbericht, wie er sich vom gealterten und frustrierten Foster verabschiedete. Inder Hoffnung, dieser möge sich doch auf seinen Lorbeeren ausruhen, wozu Foster anscheinend nicht mehr bereit war.Gefragt, ob er glaube, dass sein Werk Generationen überdauern würde, verneinte er dies klar. Er irrte, wie wir heutewissen.4 + 
-Abschließend sollte aber auch Erwähnung finden, dass sich der Vertragspartner King Features nicht mit Ruhm be-kleckerte, als es zu Verhandlungen über die Rechte am Strip auf Seiten der Agentur kam. Helen Foster hatte sichglücklicherweise an ihren Steuerberater gewandt, der ihr einen Kontakt zu einem Anwalt verschaffte, zu dessenSpezialitäten auch der Wechsel von Rechten in der Kunst gehörte. Leider war das erforderlich, weil die US-Steuer-behörde ansonsten unerbittlich „zugeschlagen“ hätte. An der Frage ob und in welcher Höhe die Rechte von Fosterauf King Features übergehen sollten, kühlte sich diese Beziehung bis auf den rein rechtlichen Ansatz ab. Enttäusch-ung auf beiden Seiten waren die Folge eines Fehlverhaltens des amtierenden Managers bei King Features. Die an-waltliche Klärung, die folgte, erbrachte für Foster eine Einnahme von 350.000 Dollar. Wahrlich eine schöneBereicherung des Ruhegeldes.Das Ehepaar Foster räumte dem körperlichen Problemen von Harold ein, dass sie ihren Wohnsitz Reddigtonaufgaben und gegen ein kleineres Anwesen im Sonnenstaat Florida eintauschten. Dabei war von Helen insbe-sonders angedacht, gemeinsam in Ruhe und Abgeschiedenheit den Lebensabend zu verbringen. Die erhalteneSumme aus den Rechten wären eine schöne Voraussetzung dafür gewesen.Leider spielt das Schicksal stets sein eigenes Spiel. Es sollte anders kommen. Harold Foster, unzufriedenerRuheständler, benötigte einen medizinischen Eingriff unter Vollnarkose. Als er daraus erwachte, waren seineErinnerungsstränge durch eine überlange Narkose in Mitleidenschaft gezogen, alles was diesen künstlerischenTeil seiner Persönlichkeit betraf, war gelöscht, er konnte sich offensichtlich an nichts mehr daraus erinnern. DieTragödie potenzierte sich noch dadurch, dass er – mit seinen eigenen großartigen Arbeiten konfrontiert – nach-fragte, wer denn dieser Künstler mit solchen Qualitäten sei? Am 25.Juli 1982 erlosch sein Leben, zwei Jahrespäter folgte ihm seine Frau Helen.Ähnlich wie am Schluss des Interviews ist es erlaubt, das großartige Foster-Werk als ein Ereignis der besonderenArt zu bezeichnen. Harold Foster hat Millionen von Lesern über Jahrzehnte Freude und Interesse geschenkt, seinPrinz Eisenherz lebt noch heute weiter und viele Menschen auf der ganzen Welt erinnern sich an ihn und Foster.Für mich, der ich viele Stunden mit dem Übersetzen des letzten Interviews verbracht habe, der Jahrzehnte langsich an dem Comic erfreute, ist es ein Bedürfnis, Foster dafür zu danken. Er war ein einfacher Mann, der schu-lisch zunächst wenig Bildung besaß, das Selbststudium in der Natur vorzog, der aber im beruflichen Leben durchseine Zielgenauigkeit und Liebe zum Detail, seinen Drang zur Realität aber auch seine Festlegungen moralischerArt zu einem Vorbild wurde, als er das Versäumte aufholte und den den Namen „Künstler“ ohne Einschränkungsich verdiente.Die in der Kolumne eingestreuten wörtlichen Zitate, entstammen der englischen Fassung des Interviews und sindalle von Arn Saba im Protokoll des vollständigen Original-Interview und damit in der von mir übersetzten deutschenFassung so enthalten. Andere Reminiszenzen aus Fosters Leben sind von mir aus eigenen Erinnerungen aus Artikelnund Interviews von mir sachlich in eigenem Wortlaut (also nicht wörtlich) zitiert.Klaus Nonnast, Frühjahr 2026+Auf diese Frage antwortete Foster nicht, was man sich verschieden erklären kann. Vermutlich hat ersich bestimmt damit auseinander gesetzt, wollte aber kein Statement abgeben. Saba setzte nach:“ Siehstdu denn einen Unterschied zwischen deiner Kunst der Illustration und der Galeriekunst?“ Und gibt eseinen Unterschied bei deren Vermarktung?“ Foster Antwort ist interessant: “Galeriekunst ist sehr auf-wendig, die ich mir nicht leisten konnte. Jede Woche eine Page anzufertigen und dann der Galerie zumVerkauf anzubieten? Das hätte für mich Zeit und Arbeit bedeutet, die ich dafür einfach nicht hatte.“ Sabasetzte nach:“ Ich denke, die Ziele der Illustration sind einfach andere, deshalb ist es unfair, diese beidenMöglichkeiten miteinander zu vergleichen. Dazu kommt, dass die Verlage alle nach billigeren Verfahrens-wegen suchen. Illustratoren der altern Schule sind zu teuer geworden. Mit neuen Reproduktionsverfahrenwird versucht, künstlerisches Können zu ersetzen. Doch kein Vergleich mit dem Kunst alter Graveure.Später im Interview bezieht er in seine Kritik am den heutigen Strips auch noch die inzwischen von denZeitungen vorgenommene Format-Reduzierung mit ein, die maßgeblich die Bildqualitäten einschränkten.Das Interview wendet sich nach diesen speziellen Themen wieder der früheren Kreativ-Arbeit Fosters(bis zur Übergabe der Layoutarbeit an Murphy) zu. 44 Jahre lang hatte Harold Foster Sonntag für Sonntagseine Page den Lesern geliefert, die weltweit in über 300 Tageszeitungen darauf warteten. Dieser ganzeStrip pulsierte über die Jahre voller Lebendigkeit im Freien. Die vielfältigen Schauplätze wirkten stetsdetailgetreu und realistisch. Denn jede Region hatte bei ihm ihre eigene Geografie, eigene Gebäude undBäume. Der Comic startete ursprünglich als Ritter- und Teufelsepos, doch Fosters Liebe zur Authentitätüberwältigte ihn immer wieder. Seine Figuren begannen, ihn in ihren Bann zu ziehen, sie wurden für ihnreal. Blühende Phantasien hatten darin aber keinen Platz mehr. (Die kehrten erst Jahre später unter demzweiten Foster-Nachfolger Garry Gianni zurück.)Die ersten Comic-Jahre sind erfüllt von überschäumender Lebensfreude des jungen Prinzen. Aber Fosterstellt auch Missgeschick und Würde der Jugend in seiner Arbeit vor. Eisenherz erlebt viele Abenteuer inaller Welt, eines reiht sich an das Nächste. Sein Ziel bleibt, sich mit Königin Aleta von den Nebelinselnzu vereinen, die er aber unter sehr unglücklichen Umständen kennen lernt. Als er mit einer Schiffsbesatz-ung in Seenot an einer ihrer Inseln anlandet, werden seine Leute von den Inselbewohnern getötet. Er istgeschockt, glaubt, all das Unheil kommt von dieser Königin, einer Zauberin. Deshalb entführt er sie ausihrem Thronsaal mit Heiratskandidaten bestückt und beabsichtigt, sie bei Reisen in andere Länder alsHexe fremden Menschen vorzuführen. Doch seine Abneigung schlägt bald in Liebe um, die jungen Leuteerklären sich gegenseitig, und letztlich, nach langem Zögern, heiraten beide fern ihrer jeweiligen Heimat,von einem Mönch in einem Waldstück ganz romantisch getraut. Man schreibt den 2.Oktober 1946, derComic Prinz Eisenherz erreicht seinen endgültigen Stand als bester Abenteuercomic in USA.Trotz Hal Foster`s Liberalität und Abneigung von Gewalt verzichtet er in den Geschichtsabschnitten nichtauf Blutvergießen und Tod. Dabei bleibt Fosters Ehrencodex stets präsent. Recht und Unrecht und eine alt-modische Moral sind häufig in dem Handlungsablauf bei ihm anzutreffen. Ein besonders heikles Thema istfür ihn beim Ansprechen von Arn Saba die Judenfrage, der er im Folgenden großen Platz eingeräumt. ImComic Anlass der Auftritt eine Geldverleihers ohne Moral. Hier haben sich jüdische US-Verbände offen-sichtlich mit Kritik an ihn gewandt, weil er in der Handlung nicht zu Vorurteile gegenüber Juden Stellungbezogen hatte Und dies bereits zum zweiten Mal in seinem Comic. Foster gesteht seinem Gesprächspartner,dass er bereit ist, die Kritik anzunehmen und kritisiert sich selbst wegen seines (misslungenen) Versuchs zunachdrücklicher Neutralität.Die Darstellung von Menschen, die er in seine Geschichten einband, und die es im realen Leben wirklichgibt, die er aber mit keinem Sterbenswörtchen über ihr Zweitleben im Prinz-Eisenherz-Comic informierte,war eine der weniger bekannten Eigenwilligkeiten Fosters. Einem Recht am eigenen Körper konnte oderwollte sich Foster nicht beugen. Im Interview erzählt Helen Foster von einem Besuch in Frankreich, densie mit ihm vor Jahren vollzog. In einem Restaurant trafen sie auf einen Menschen, dessen Eigenwillig-keit an seinem Gesicht ablesbar war. Foster deutete dies als Geschichte und skizzierte heimlich den Fran-zosen. Auch der landete, wie viele andere, im Repertoir der Eisenherz-Abenteuer.Arn Saba sprach u. A. Den Wert von Fosters Originalen an, die auf dem Markt für seine Kunst bezahltwürden. Dazu muss man wissen, dass er im Verschenken seiner Kunst all die Jahre sehr großzügig warund wenig davon zurückhielt. Angesprochen auf den teilweise illegalen Handel mit seinen Originalen zeigtesich dann , das Foster weder die inzwischen geforderten Preise kannte, noch deren Entwicklung verfolgte. 
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 +Als nach seinem Tod 1982 seine Unterlagen aufgelöst und archiviert wurden, hatte er gerade noch 3 Blattseiner Originale im Besitz.Einem Hobby Fosters wird in großer Länge und Ausführlichkeit Platz im Interview eingeräumt. Es geht umseine Liebe zur Jagd und seine Verbundenheit in der freien Natur mit ihren Tierwelt. Sein berühmt gewordenesZitat dazu lautete:“ Schieße niemals auf einen sitzenden Vogel, fange niemals mehr Fisch, als du essen kannstund trinke niemals mehr Alkohol, als ein Gentleman vertragen kann“. Foster hatte sich offensichtlich diesemAnspruch gestellt und auch daran gehalten. Seine großen Leidenschaft in den Kanadischen Wäldern auf Jagd zugehen, kannte man. Seine Sorge dabei galt dem Umgang mit Waffen, an die sich manche „wilden Jäger“nichthielten. Konnte er in seinen jungen Jahren dieses Wissen noch praktizieren, wurden die Regeln mehr und mehrstrenger und zwangen auch ihn, nur noch mit einem Jagdführer in Begleitung (und Kontrolle) unterwegs zu sein.Er referierte häufig kenntnisreich zu diesem Thema und bedauert sehr, dass er (zum Zeitpunkt des Interviews)körperlich nicht mehr fähig sei, die Jagd auszuüben. Großwildjagd lehnte er stets ab aus nachvollziehbarenGründen ab.Gold fasziniert eh und jeh die Menschen. Auch Foster erlag in jungen Jahren der Aussicht auf Erfolg. Zusammenmit Kameraden zog er per Kanu und zu Fuß in den Norden Kanadas los, um an das begehrte Mineral zu kommen.Leider war der Truppe dieser Erfolg nicht vergönnt. Sie kämpften in sumpfigen Gebieten weit heftiger mit der Mü-ckenplage und den Moorgasen, als dass sich auch nur Spuren von Gold für sie fanden. Auf ihrer Abreise nach zweiWochen traten zudem bei einem seiner Freunde Halluzinationen auf, weil die Verhältnisse extrem gegen sie waren.Der Betroffene glaubte ohne Unterlass, im Moor zu versinken. Es blieb aber eine Erfahrung für alle, mehr nicht.Im Jahr 1944 erfüllt sich das Ehepaar Foster einen großen Wunsch und zog in USA auf ein für ihre Bedürfnisseideales Anwesen mit 6 Hektar nach Reddington, Connecticut um. Alles was sie gerne hatten, war vorhanden. Selbstkleinere Jagderlebnisse konnte Hal auf dem weitläufigen Areal realisieren. Es waren dort glückliche Jahre,alles schien optimal zu sein, Foster stand als geistiger Vater des Abenteuercomics auf dem absoluten Höhepunktseines Erfolges. Doch selten fehlt in solchen Situationen neben vieler Sonne auch der Schatten. Und der war nach-haltig. Nach Jahrzehnten der Überbeanspruchung seines Körpers durch die viele Arbeit zeigte sich beim 70 JährigenAbnutzungsfolgen in Form von Artrose. Dazu kamen erste Meinungsverschiedenheiten mit seinem VertragspartnerKing Features. Fosters hatten über 40 Jahre mehr als 5 Manager dort erlebt, wobei jeder Einzelne seine Besonderhei-ten aufwies. Fragen der Wirtschaftlichkeit waren immer mehr dem Populären seiner Arbeit auf den Fersen. Die ein-stige Vertrauensbasis zwischen dem Zeitungspapst Hearst und Foster war dem sachlichen Business gewichen.Manger und Foster mussten ihre Zwangsehe Prinz Eisenherz kostengünstigst steuern, Freundschaft wie in den Jahrendes Erfolgs, verschwanden und wurden geschäftlichen Bedürfnissen angepasst. Das zu verkraften machte dem altern-den Foster offensichtlich Probleme, wirkte auf seine Stimmung ein. Die Arthrose überzog Hände und Füße undstanden seiner Pflicht, jede Woche eine neue Page abzuliefern, im Wege. Letzlich machte sich bei ihm Einsicht breit,dass er Hilfe benötigte.Diese „Hilfe“ mündete in die Suche nach einem geeigneten Nachfolger, was keinesfalls einfach war. Infrage würdendafür bei der Bekanntheit des Comics nur andere gute Comic-Künstler kommen. Es wurden diverse Namen im Kreisder Familie genannt: Gray Morrow, zunächst Hal`s Favorit. Auch Wally Wood. Rus Manning und natürlich John CullenMurphy. King Features signalisierte, dass sie über keinen eigenen Kandidaten verfügten. Hal könne niemanden erset-zen. So kam es zu drei Probearbeiten von Wally Wood, Gary Morrow John Cullen Murphy Die Pages wurden vonFoster vorbereitet und von den Künstlern ausgeführt. Doch Hürden der unterschiedlichsten Art tauchten bei Beurteilungder Probearbeiten auf. So gaben nicht nur künstlerische Argumente schließlich den Ausschlag.Foster entschied sich zögernd, die Arbeit mit John Cullen Murphy zu teilen. Er deckte den schreibenden und denEntwurfspart ab, Murphy übertrug Fosters Vorgaben in das Layout. Das war der Stand 1971. Die neue Zusammenarbeitwährte an die 10 Jahre, bis auch sie Foster überforderte. Murphy wurde 1980 der 100 % Nachfolger von Foster, dieTextarbeiten übernahm sein Sohn, der beruflich als Historiker Zugang zu der mittelalterlichen Welt, in der FosterEisenherz angesiedelt und wirken hatte lassen. Am 10.Februar 1980 erschien die letzte von Foster noch ausschließlicherdachte und gezeichnete Page. Für Foster ein schmerzlicher Abschied, denn nun war er mit seinen persönlichenProblemen alleine und konnte sich nicht mehr durch die Arbeit davon ablenken lassen. Arn Saba schildert in demseinem Interview beigefügten Stimmungsbericht, wie er sich vom gealterten und frustrierten Foster verabschiedete. Inder Hoffnung, dieser möge sich doch auf seinen Lorbeeren ausruhen, wozu Foster anscheinend nicht mehr bereit war.Gefragt, ob er glaube, dass sein Werk Generationen überdauern würde, verneinte er dies klar. Er irrte, wie wir heutewissen. 
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 +Abschließend sollte aber auch Erwähnung finden, dass sich der Vertragspartner King Features nicht mit Ruhm be-kleckerte, als es zu Verhandlungen über die Rechte am Strip auf Seiten der Agentur kam. Helen Foster hatte sichglücklicherweise an ihren Steuerberater gewandt, der ihr einen Kontakt zu einem Anwalt verschaffte, zu dessenSpezialitäten auch der Wechsel von Rechten in der Kunst gehörte. Leider war das erforderlich, weil die US-Steuer-behörde ansonsten unerbittlich „zugeschlagen“ hätte. An der Frage ob und in welcher Höhe die Rechte von Fosterauf King Features übergehen sollten, kühlte sich diese Beziehung bis auf den rein rechtlichen Ansatz ab. Enttäusch-ung auf beiden Seiten waren die Folge eines Fehlverhaltens des amtierenden Managers bei King Features. Die an-waltliche Klärung, die folgte, erbrachte für Foster eine Einnahme von 350.000 Dollar. Wahrlich eine schöneBereicherung des Ruhegeldes.Das Ehepaar Foster räumte dem körperlichen Problemen von Harold ein, dass sie ihren Wohnsitz Reddigtonaufgaben und gegen ein kleineres Anwesen im Sonnenstaat Florida eintauschten. Dabei war von Helen insbe-sonders angedacht, gemeinsam in Ruhe und Abgeschiedenheit den Lebensabend zu verbringen. Die erhalteneSumme aus den Rechten wären eine schöne Voraussetzung dafür gewesen.Leider spielt das Schicksal stets sein eigenes Spiel. Es sollte anders kommen. Harold Foster, unzufriedenerRuheständler, benötigte einen medizinischen Eingriff unter Vollnarkose. Als er daraus erwachte, waren seineErinnerungsstränge durch eine überlange Narkose in Mitleidenschaft gezogen, alles was diesen künstlerischenTeil seiner Persönlichkeit betraf, war gelöscht, er konnte sich offensichtlich an nichts mehr daraus erinnern. DieTragödie potenzierte sich noch dadurch, dass er – mit seinen eigenen großartigen Arbeiten konfrontiert – nach-fragte, wer denn dieser Künstler mit solchen Qualitäten sei? Am 25.Juli 1982 erlosch sein Leben, zwei Jahrespäter folgte ihm seine Frau Helen.Ähnlich wie am Schluss des Interviews ist es erlaubt, das großartige Foster-Werk als ein Ereignis der besonderenArt zu bezeichnen. Harold Foster hat Millionen von Lesern über Jahrzehnte Freude und Interesse geschenkt, seinPrinz Eisenherz lebt noch heute weiter und viele Menschen auf der ganzen Welt erinnern sich an ihn und Foster.Für mich, der ich viele Stunden mit dem Übersetzen des letzten Interviews verbracht habe, der Jahrzehnte langsich an dem Comic erfreute, ist es ein Bedürfnis, Foster dafür zu danken. Er war ein einfacher Mann, der schu-lisch zunächst wenig Bildung besaß, das Selbststudium in der Natur vorzog, der aber im beruflichen Leben durchseine Zielgenauigkeit und Liebe zum Detail, seinen Drang zur Realität aber auch seine Festlegungen moralischerArt zu einem Vorbild wurde, als er das Versäumte aufholte und den den Namen „Künstler“ ohne Einschränkungsich verdiente.Die in der Kolumne eingestreuten wörtlichen Zitate, entstammen der englischen Fassung des Interviews und sindalle von Arn Saba im Protokoll des vollständigen Original-Interview und damit in der von mir übersetzten deutschenFassung so enthalten. Andere Reminiszenzen aus Fosters Leben sind von mir aus eigenen Erinnerungen aus Artikelnund Interviews von mir sachlich in eigenem Wortlaut (also nicht wörtlich) zitiert. 
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 +//Klaus Nonnast, Frühjahr 2026//
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